Marken und Live-Kommunikation

Wenn LIVE zu EVIL wird

Wie jedes Jahr Millionen verschwendet werden

Live-Kommunikation und Experience-Marketing sind die teuersten Posten im Marketingmix pro Kopf gerechnet. Richtig eingesetzt können sie jedoch auch den höchsten ROI erzielen. Viele Live-Projekte scheitern jedoch. Zeit für Selbstreflexion. Denn im Spiegelbild wird Live häufig zu Evil. In diesem Artikel zeigen wir 11 Gründe dazu auf.

Foto: Sjoerd Weikamp über das Spiegelbild von LIVE - Herausforderungen und Lösungen im Impact.

Es wurde schon viel über den Impact von Live-Kommunikation und Experience-Marketing in all ihren Formen und Größen geschrieben. Aber: es gibt auch eine andere Seite der Medaille. Wenn LIVE im Spiegelbild zu EVIL wird. Und das liegt auf der Lauer, denn nichts ist so effektiv wie das Erlebbarmachen einer Marke. Man zeigt seine nackte Haut, und wenn es schiefgeht, ja, dann kann es richtig schiefgehen.

1. Ziellose Begeisterung - Die größte Chance für ein missglücktes Live-Event? Arbeiten ohne Zielsetzung. Lösung: Ein klares Ziel für den gesamten Prozess rund um das Event aufstellen und sich bei jedem Schritt kritisch hinterfragen, ob er zur Zielerreichung beiträgt.

2. Der kritische Blick der Gesellschaft - Die Gesellschaft ist kritischer denn je, Political Correctness sollte ein wichtiger Aspekt der Eventplanung sein. Lösung: Moderation bei Diskussionen, Webcare für Social-Media-Reaktionen, verstärktes Nachdenken über Kontext und Ausstrahlung des Konzepts.

3. Verhärtung in der Gesellschaft - Diskussionen werden an beiden Enden des Meinungsspektrums geführt. Lösung: Einen Rahmen für Interaktion schaffen und Netzwerke aktiver managen.

4. Personalmangel: Die Eventkette reißt - Viele Supplier wurden durch die Pandemie beeinträchtigt und kämpfen mit fehlenden Arbeitskräften.

Lösung: Sich rechtzeitig um Supplier und personelle Kapazitäten kümmern, bei unzureichendem Personal das Event verschieben oder ein Konzept mit geringerem Kapazitätsbedarf wählen.

5. Schlechte Presse: Unbeabsichtigte virale Hits - Auch ohne eingeladene Presse kann Social Media zur "Presse" werden. Lösung: Event-Security als Muss bei großen Business-Events, freundliches aber striktes Sicherheitspersonal, vorausschauendes Handeln.

6. Ein kurzes Abenteuer ohne Langzeiteffekt - Ein Event ohne Vor- und Nachbereitung und strategische Einbettung ist Zeit- und Geldverschwendung. Lösung: Agenturen und strategische Expert:innen beauftragen, Integration in den Marketingmix sicherstellen.

7. Senden: Monologe statt Dialog - Tolle Redner, große Location - trotzdem sehen viele Teilnehmer:innen aufs Handy.

Lösung: Monologe durch Dialoge ersetzen, Zielgruppen in die Inhalte einbeziehen, im Vorfeld mit Speaker:innen brainstormen, Q&A-Sessions als spannende Diskussionen gestalten.

8. Langeweile statt Wow-Experience - Ein Konzept, das man schon unzählige Male gesehen hat, hält Teilnehmende nicht bei der Stange.

Lösung: Das Konzept an den Veranstaltungszielen orientieren, Kreativität und Ideenreichtum einsetzen, bei wiederkehrenden Veranstaltungen immer wieder eine neue Customer Journey bieten.

9. Langweilige statt begeisternde Themen - Was 'gestern' hip war, kann heute schon überholt sein - aktuell dominieren KI und Nachhaltigkeit. Lösung: Sich immer wieder neu erfinden, spannende Nischenthemen identifizieren, Speaker:innen einbinden, die wirklich etwas zu sagen haben.

10. KI, Big Data und Events - Daten sind die neue Währung für erfolgreiche Veranstaltungen.

Lösung: Interessen der Besucher:innen identifizieren, eine Event-App zum Tracking und Matchmaking nutzen, Feedback zu Inhalten und Speakern einholen, KI zur Individualisierung der Customer Journey einsetzen.

© 2026 · The Operating System for IRL Marketing

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