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Wisschaftliche Konferenz Eventforschung: Live bleibt live – aber alles wird neu
Wie verändert sich Live-Kommunikation, wenn KI überall ist? Am 12. November 2026 bringt die 18. Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung im CityCube Berlin Wissenschaft und Praxis zusammen. Das Leitthema trifft einen Kern der aktuellen Transformation: Technologie verändert Events – aber Kreativität, Wirkung und echte Begegnung bleiben entscheidend.
IRL Marketing entwickelt sich gerade auf mehreren Ebenen gleichzeitig weiter. Künstliche Intelligenz verändert kreative und organisatorische Prozesse. Audience Intelligence eröffnet neue Möglichkeiten, Zielgruppen zu verstehen. Hybride Formate verlängern die Wirkung eines Live-Moments. Gleichzeitig wachsen Kostendruck sowie Anforderungen an Nachhaltigkeit, Inklusion und messbaren ROI.
Für Unternehmen auf der Demand-Seite ebenso wie für Agenturen, Messegesellschaften, Locations und Event-Dienstleister auf der Supply-Seite entsteht daraus eine zentrale Frage: Welche Entwicklungen sind kurzfristiger Hype und welche verändern Live-Kommunikation strukturell? Genau hier gewinnt Eventforschung an Bedeutung.
„Live bleibt live – aber alles wird neu“
Unter diesem Leitthema findet am 12. November 2026 die 18. Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung statt. Veranstaltungsort ist der CityCube Berlin; zusätzlich wird die Konferenz online übertragen.
Der Leitgedanke passt unmittelbar zur NEXTLIVE-Perspektive auf IRL Marketing: Digitale Technologien und KI machen reale Begegnungen nicht überflüssig. Sie verändern vielmehr, wie diese Begegnungen geplant, personalisiert, verlängert und ausgewertet werden. Entscheidend ist deshalb nicht die Alternative digital oder live, sondern die intelligente Verbindung beider Welten.
Die Konferenz untersucht genau dieses Spannungsfeld. Im Mittelpunkt stehen KI, hybride Formate und Audience Intelligence ebenso wie veränderte Erwartungen von Besucherinnen und Besuchern, Nachhaltigkeit, Inklusion, Kostendruck und Innovationsfähigkeit.
Ein Programm entlang der aktuellen Transformationsfragen
Schon der Vormittag zeigt die Bandbreite: Colja Dams, CEO der VOK DAMS Group, blickt unter dem Titel „How to Event, when AI is everywhere“ auf Live-Marketing-Trends 2027. Alexander Ostermaier, Geschäftsführer beim fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft e.V., stellt einen neuen KI-basierten Ansatz zur Vermessung der Veranstaltungswirtschaft vor. Hendrik Hochheim und Max Reichert vom AUMA beschäftigen sich mit der Frage, was Messebesucherinnen und Messebesucher heute erwarten.
Danach rückt die Wirkung von KI auf die Arbeit der Branche in den Mittelpunkt. Prof. Dr. Jan Drengner von der Hochschule Worms untersucht das Spannungsfeld zwischen Effizienzgewinn und Kreativitätsverlust durch generative und agentische KI. Prof. Dr. Gernot Gehrke von der Hochschule Hannover widmet sich den „Wicked Problems“ der Veranstaltungswirtschaft und der Frage, wie sich Handlungsfähigkeit in komplexen Situationen stärken lässt. Anja Schmidt-Ott von VOK DAMS Strategy, Change & Communication zeigt mit „Digitalen Doppelgängern“ neue Ansätze für Audience Intelligence.
Am Nachmittag geht es unter anderem um hybride Veranstaltungsarchitektur und KI-gestützte Content-Verwertung als Instrumente für nachhaltigen ROI, um die Gestaltung von Zuschauerbefragungen bei Sportevents sowie um immersive Raumbühnen und ihre Wirkung auf ein junges Publikum.
Mit „Live bleibt live – Inklusion auch?“ nimmt Georg Winkel von Swoofle ein weiteres Zukunftsthema auf. David Baldig von der Tomorrow University untersucht den Nachhaltigkeitsdruck in deutschen Eventagenturen. Beiträge zu Simracing sowie zur Rolle von Eventlocations als Nachhaltigkeits-Multiplikatoren erweitern die Perspektive auf die praktische Entwicklung der Branche.
Warum Eventforschung zur Infrastruktur von IRL Marketing gehört
NEXTLIVE entwickelt Infrastruktur für IRL Marketing. Dazu gehört nicht nur, Unternehmen, Angebote und reale Touchpoints sichtbar zu machen. Eine professionelle Infrastruktur braucht auch belastbare Erkenntnisse darüber, wie Live-Kommunikation wirkt, wie sich Märkte verändern und welche Anforderungen Unternehmen und Teilnehmende künftig stellen.
Für die Demand-Seite bedeutet das: Investitionen in Messen, Corporate Events, Brand Experiences, Kundenveranstaltungen oder Community-Formate lassen sich besser entscheiden, wenn Strategie und Gestaltung nicht allein auf Erfahrung, sondern zusätzlich auf Forschung und Daten basieren.
Für die Supply-Seite schafft Forschung Orientierung in einer Phase hoher Veränderung. Wer versteht, wie KI, neue Audience-Daten, Nachhaltigkeitsanforderungen oder veränderte Besuchererwartungen die Nachfrage beeinflussen, kann Leistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle gezielter weiterentwickeln.
Die Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung schafft dafür eine wichtige Schnittstelle: Sie bringt wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Fragestellungen der Praxis zusammen.
Prof. Dr. Cornelia Zanger: Eventforschung als Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis
Eng verbunden mit der Konferenz ist Prof. Dr. Cornelia Zanger. Sie initiierte die Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung und leitet bis heute die Eventforschung an der Technischen Universität Chemnitz. Von 1994 bis 2020 war sie dort Professorin für Marketing und Handelsbetriebslehre.
Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich wissenschaftlich mit Live-Kommunikation. Zu ihren Forschungsgebieten zählen insbesondere die Wirkungsmechanismen von Events und Messen, Markenbildung und Customer Experience, Beziehungsmarketing und Customer Relationship Management sowie weitere Fragestellungen an der Schnittstelle von Marketing, Kommunikation und Unternehmensentwicklung. Neben wissenschaftlichen Publikationen führt sie Marktstudien durch und berät Unternehmen und Agenturen.
Ihre Arbeit steht damit exemplarisch für einen Ansatz, der für NEXTLIVE besonders relevant ist: Live-Kommunikation nicht nur als operative Veranstaltungsdisziplin zu betrachten, sondern ihre Wirkung, wirtschaftliche Bedeutung und strategische Entwicklung wissenschaftlich zu untersuchen.
Prof. Dr. Cornelia Zanger gehört zum Wissenschaftlichen Beirat von NEXTLIVE. Darüber hinaus ist sie Mitgründerin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des R.I.F.E.L. – Research Institute for Exhibition and Live-Communication e. V. Das Institut versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Veranstaltungswirtschaft und arbeitet unter anderem zu Markt- und Branchendaten, Wirkungsforschung, Human Resources, Nachhaltigkeit, Organisation und Technik.

Prof. Dr. Cornelia Zanger
Wissenschaft schafft Sichtbarkeit
Für NEXTLIVE hat diese Verbindung noch eine zweite Dimension. Wer Infrastruktur für IRL Marketing entwickelt, muss die Veranstaltungswirtschaft als relevanten Wirtschafts- und Kommunikationsbereich sichtbar machen. Dafür braucht es Daten, Forschung und einen kontinuierlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Demand und Supply.
Die Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung leistet dazu seit vielen Jahren einen Beitrag. 2026 ist ihre Fragestellung aktueller denn je: Wenn KI immer mehr Prozesse verändert, müssen Unternehmen verstehen, was Technologie besser machen kann – und wo die besondere Qualität realer Begegnung beginnt.
Live bleibt live. Aber wie wir Live-Kommunikation planen, produzieren, messen und weiterentwickeln, wird neu.
Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung 2026
Termin: 12. November 2026, 09:00 bis ca. 17:30 Uhr
Ort: CityCube Berlin, Messedamm 26, 14055 Berlin
Teilnahme: Vor Ort sowie per Online-Übertragung
Schwerpunkt: „Live bleibt live – aber alles wird neu“: KI, hybride Formate, Audience Intelligence, Besuchererwartungen, Nachhaltigkeit, Inklusion und Innovationsdruck
Information und Anmeldung: Technische Universität Chemnitz / Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung
Bildquellen: NEXTLIVE
THEMEN
Eventforschung, IRL Marketing, Live-Kommunikation, KI Eventbranche, Audience Intelligence, Eventmarketing, Prof. Dr. Cornelia Zanger