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Sicherheit wird zur Managementaufgabe im IRL Marketing

Cybersecurity, KRITIS, neue Regulatorik und komplexere Sicherheitslagen verändern die Anforderungen an Unternehmen und Veranstalter. Die NRW Sicherheitskonferenz 2026 bringt Demand und Supply zusammen und macht Sicherheit zum gemeinsamen Thema der Live-Kommunikation.

IRL Marketing schafft Nähe. Menschen treffen Menschen, Marken werden erlebbar, Wissen wird geteilt und Beziehungen entstehen. Genau diese Offenheit macht reale Begegnungen wertvoll. Sie macht Veranstaltungen aber auch zu komplexen Systemen, deren Sicherheit heute weit über Einlasskontrolle und Veranstaltungstechnik hinausgeht.

Cyberangriffe, neue gesetzliche Anforderungen, KI, Drohnen, kritische Infrastrukturen und Krisenkommunikation verändern die Risikolage. Für Unternehmen auf der Demand-Seite ebenso wie für Agenturen, Locations, Veranstalter und Sicherheitsdienstleister auf der Supply-Seite wird Sicherheit damit zu einer strategischen Aufgabe.

Die NRW Sicherheitskonferenz am 30. November 2026 im Borussia-Park Mönchengladbach setzt genau hier an. Veranstaltet vom Studieninstitut für Kommunikation in Kooperation mit dem BSKI - Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e. V. - bringt sie Entscheider:innen und Fachverantwortliche aus KRITIS, Kommunen, Behörden, Veranstaltungswirtschaft, Sicherheitswirtschaft, Wissenschaft und weiteren Fachbereichen zusammen.

Warum Sicherheit heute größer gedacht werden muss

Ein Event ist kein isolierter Raum. Es hängt an Stromversorgung, Kommunikation, IT, Mobilität, Lieferketten, Dienstleistern und öffentlichen Infrastrukturen. Fällt ein Teil aus, kann die Wirkung weit über den ursprünglichen Störfall hinausgehen.

Miriam Schnürer, Vorständin des BSKI, bringt dieses Problem für kritische Infrastrukturen auf den Punkt: „Die Schwachstelle liegt dazwischen: in der Kopplung, in den Abhängigkeiten, an den Stellen, für die sich niemand allein zuständig fühlt.“

Diese Perspektive ist auch für IRL Marketing relevant. Je stärker Veranstaltungen technologisiert, vernetzt und datengetrieben werden, desto wichtiger wird der Blick auf Abhängigkeiten. Registrierung, Zutritt, Kommunikation, Produktion, Payment, Teilnehmerdaten und Sicherheitsprozesse funktionieren heute vielfach als verbundenes System.

Sicherheit bedeutet deshalb nicht mehr nur, einzelne Gewerke professionell abzusichern. Entscheidend ist die Widerstandsfähigkeit des Gesamtsystems.

Demand: Sicherheit wird Teil der Corporate Responsibility

Für Corporates und Institutionen verändert das die Rolle der Auftraggeber. Wer Mitarbeitende, Kunden, Partner oder Öffentlichkeit zu realen Touchpoints einlädt, trägt Verantwortung für mehr als Programm und Experience.

Cybersecurity und regulatorische Anforderungen werden zunehmend zur Managementaufgabe. Genau diese Perspektive eröffnet Dr. Walter Borries, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BSKI, auf der Konferenz mit seinem Thema „KRITIS unter Druck: Warum Cybersecurity jetzt Chefsache ist“.

Für Marketing, Corporate Communications, HR oder Vertrieb bedeutet das nicht, selbst zu Sicherheitsexperten werden zu müssen. Es bedeutet aber, Sicherheit früher in Briefings, Budgets, Partnerauswahl und Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Gerade bei großen Mitarbeiterveranstaltungen, Messen, Kongressen, Public Events oder Veranstaltungen an sensiblen Standorten wird aus Veranstaltungssicherheit damit ein Bestandteil von Governance, Reputation und Business Continuity.

Supply: Sicherheitskompetenz wird zum Qualitätsmerkmal

Auch auf der Supply-Seite steigen die Anforderungen. Agenturen, Locations, technische Dienstleister, Sicherheitsunternehmen und weitere Partner müssen nicht nur ihre eigene Leistung beherrschen. Sie müssen verstehen, wie sie in ein größeres Sicherheits- und Resilienzsystem eingebunden sind.

Die Schnittstellen werden entscheidend: Wer verantwortet welche Daten? Wie funktioniert Kommunikation bei einem Ausfall? Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen Technik, Venue, IT und Sicherheitsorganisation? Welche regulatorischen Anforderungen betreffen Auftraggeber und Dienstleister?

Damit wird Sicherheitskompetenz zu einem Qualitätsmerkmal professioneller Live-Kommunikation. Nicht als Zusatzleistung kurz vor Veranstaltungsbeginn, sondern als Teil der Konzeption und Produktion.

Wenn der Angriff technisch ist, wird die Krise kommunikativ

Besonders relevant für Kommunikationsverantwortliche ist die Verbindung von Sicherheitslage und Krisenkommunikation.

Steffen Fritzsche, Managing Partner der Sieber Advisors GmbH, behandelt auf der NRW Sicherheitskonferenz unter dem Titel „Der Angriff ist technisch, die Krise ist kommunikativ“ die Frage, warum gerade die ersten Stunden einer Krise entscheidend sind und wie Organisationen handlungsfähig bleiben, obwohl noch nicht alle Informationen vorliegen.

Das betrifft Unternehmen und Veranstaltungswirtschaft gleichermaßen. Ein technischer Ausfall, ein Cybervorfall oder eine Sicherheitsstörung wird innerhalb kürzester Zeit zur Kommunikationsfrage: gegenüber Teilnehmenden, Mitarbeitenden, Medien, Behörden und Partnern.

Wer Krisenkommunikation erst beginnt, wenn die Krise eingetreten ist, beginnt zu spät.

Resilienz entsteht an den Schnittstellen

Der vielleicht wichtigste Gedanke der Konferenz geht über einzelne Sicherheitsmaßnahmen hinaus.

Miriam Schnürer formuliert ihn so: „Wir denken Sicherheit noch zu sehr in einzelnen Bausteinen. Verwundbar wird das Ganze genau dort, wo die Bausteine sich berühren.“

Für die Veranstaltungswirtschaft ist das eine bemerkenswert passende Beschreibung. Live-Kommunikation entsteht fast immer in einem Netzwerk aus Auftraggebern, Agenturen, Venues, Technik, Catering, Logistik, IT, Security und weiteren Spezialisten.

Die Qualität des einzelnen Partners ist wichtig. Die Resilienz des gesamten Systems entsteht aber an den Übergängen zwischen ihnen.

NEXTLIVE.ACADEMY: Wissen für eine professionellere IRL-Infrastruktur

NEXTLIVE versteht IRL Marketing als Infrastruktur für reale Begegnungen. Dazu gehört nicht nur, Veranstaltungen effizienter zu planen und Demand und Supply besser zu verbinden. Eine professionelle IRL-Infrastruktur muss auch sicher, resilient und lernfähig sein.

Deshalb gehört Weiterbildung zu diesem Ökosystem.

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung qualifiziert das Studieninstitut für Kommunikation Fach- und Führungskräfte unter anderem in Eventmanagement, Veranstaltungssicherheit, Kommunikation, Digital Marketing sowie Führung und Persönlichkeit. Als Bildungspartner innerhalb der NEXTLIVE.ACADEMY bringt es praxisnahes Wissen für beide Seiten des Marktes ein.

Die NRW Sicherheitskonferenz ist dafür ein konkretes Beispiel: Sie bringt nicht nur Experten auf eine Bühne, sondern vernetzt unterschiedliche Perspektiven aus Unternehmen, Verwaltung, KRITIS und Veranstaltungswirtschaft. Neben dem Vortragsprogramm sind Networking und eine optionale sicherheitsrelevante Führung durch den Borussia-Park vorgesehen.

Genau solche Formate brauchen wir, wenn IRL Marketing professioneller werden soll: Wissen teilen, Schnittstellen verstehen und die Menschen zusammenbringen, die gemeinsam Verantwortung tragen.

NRW Sicherheitskonferenz 2026

Die NRW Sicherheitskonferenz findet am Montag, 30. November 2026, im Borussia-Park Mönchengladbach statt. Im Fokus stehen Cybersecurity, kritische Infrastrukturen und Resilienz, neue regulatorische Anforderungen, Krisenkommunikation und Veranstaltungssicherheit.

Die Konferenz richtet sich an Entscheider:innen und Fachverantwortliche aus Unternehmen, KRITIS, Kommunen, Behörden, Veranstaltungswirtschaft, Sicherheitswirtschaft, Wissenschaft und Bildung.

Veranstalter ist das Studieninstitut für Kommunikation in Kooperation mit dem BSKI - Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e. V.

Weitere Informationen und Tickets: NRW Sicherheitskonferenz

Bildquellen: C. Oliver Wachenfeld

THEMEN

IRL Marketing, Live-Kommunikation, Event Sicherheit, Cybersecurity Events, KRITIS, Resilienz, Krisenkommunikation, Veranstaltungssicherheit Weiterbildung